Die so genannte Koronare Herzkrankheit ist die häufigste Ursache für einen Herzinfarkt. Allgemein sind die Ursachen kranke Gefäße, was sich auch durch Verkalkung der Arterien äußert oder durch eine Entzündung der Herzkranzgefäße. Blutgerinnsel können auch eingeschleppt werden und führen dann zu einem Herzinfarkt. Die Gefäßablagerungen sind normal und bei jedem Menschen vorhanden. Es können sich darin aber winzige Risse bilden. Hier werden sofort die Blutplättchen aktiv, die sich anlagern. Der Riss soll so verschlossen werden. Es werden aber immer weitere Blutplättchen angelockt, wodurch sich ein Blutgerinnsel bildet. Dieses verschließt das Gefäß und führt zu einem Herzinfarkt. Diese Ablagerungen, die aus Fett und weniger Kalk bestehen, gelten als instabil und reißen leicht. Zusätzlich kann die so genannte Plaque durch Entzündungsstoffe, die sich im Blut befinden, brüchig werden. Nikotin und andere Belastungen der Lunge führen ebenfalls dazu, dass die Ablagerungen brüchig werden. Neben den erkrankten Gefäßen gibt es eine Reihe von Risikofaktoren, die einen Herzinfarkt begünstigen. Allgemein handelt es sich dabei um Faktoren, die die Verkalkung der Gefäße beschleunigen. Je höher die gesamte Anzahl der Einflussfaktoren, desto höher liegt auch das Risiko für den Menschen, an einem Herzinfarkt zu erkranken.
Übergewicht und hohe Cholesterinwerte, die durch falsche Ernährung begünstigt werden, sind solche Risikofaktoren. Dazu zählt außerdem Bewegungsmangel, der den Blutdruck erhöht und die Cholesterinwerte verschlechtert. Der Mangel an Bewegung hängt also direkt mit Übergewicht und zu hohen Cholesterinwerten zusammen, hier kann nur schwer ein Punkt allein als Risikofaktor betrachtet werden. Ebenfalls ist an dieser Stelle das Rauchen als Risikofaktor zu nennen, denn die im Rauch enthaltenen Stoffe fördern die Bildung von Rissen in der Plaque. Bei Männern gilt schon allein ihr Geschlecht als Risikofaktor, so paradox dies klingen mag. Aber es ist erwiesen, dass Frauen vor den Wechseljahren seltener an einem Herzinfarkt erkranken, was daran liegt, dass sie bis dahin durch bestimmte weibliche Geschlechtshormone geschützt sind. Nach der Menopause verliert sich aber dieser Schutz.